Aktuelles

Über Traumatisierung zu sprechen ist unpopulär – immer noch. Vielleicht, weil das Trauma

einen sozialpolitischen Kontext hat? Es sind belastende, schädigende, Leib und Seele bedrohende  Handlungen,  von Menschen verübt, die traumatisieren – sei es in der Familie, Ehe, Nachbarschaft, im Kollegenkreis bis hin zu dem Geschehen in Kriegs- und Krisengebieten.

Die Folgen von selbst erlebten wie auch beobachteten Ereignissen (Traumatisierung) können verheerend sein für die Betroffenen selbst, für deren Familien, wie auch für zukünftige Generationen, selbst wenn das Trauma vergessen oder im Umfeld nicht bekannt ist.

Ein traumatisches Erlebnis führt zu Veränderungen im Gesamtorganismus, worauf die Betroffenen keinen direkten Einfluss haben. Es hat Auswirkungen auf psychologische, physiologische und soziale Systeme, die untereinander in Wechselbeziehung stehen.

Im Laufe der Zeit findet eine Anpassung an das Trauma statt, genauer gesagt, an dieses im Hintergrund lauernde Grundgefühl von Schmerz, Versagen, Schuld, Ohnmacht, Leere, oder Einsamkeit,…. , gegen das die Betroffenen anzugehen versuchen, auch wenn die aktuelle Realität davon weit entfernt ist.

Traumatisierung ist anhaltender Stress für den Gesamtorganismus und führt langfristig zu psychischen sowie zu psychosomatischen Erkrankungen bis hin zu Krebserkrankungen. Neueste Forschungen zeigen auch einen deutlichen Zusammenhang mit Süchten (Alkoholmissbrauch bis hin zu Burn-Out).

Wie belastend ein Ereignis erlebt wird, hängt von verschiedenen Faktoren ab. Wichtig scheinen innere Stärke und Resilienz der Betroffenen zu sein, auch bei der Bewältigung.